Hier ein paar persönliche "lyrische Ergüsse". Manchmal mit und manchmal ohne Sinn. ^^


Ich verspreche es


Die Dunkelheit bricht über mich herein.
Die Dunkelheit färbt alles in mir in ein kaltes, tristes Schwarz.
Meine Seele, wie ein Tintenfleck. Verzerrt, formlos, nur ein nutzloser Fleck.

Doch die Dunkelheit gibt mir Geborgenheit, die ich jetzt brauche.
Ich kaure mich in einer kleinen Ecke zusammen.
Dieses Schwarz umarmt und hält mich fest.
Versuche die Gefühle zu verdrängen, die sich nach aussen kämpfen wollen.
Schiebe sie wieder zurück in meine schwarze Seele und verbarrikadiere die Tür so gut es geht.

Sie würden mich zerreißen, auffressen und wieder ausspucken.
Sich über mich lustig machen, wie es wieder so weit kommen konnte.
Sie würden über meine Dummheit lachen und wissen, dass sie gewonnen haben.
Sie würden sich siegessicher über mich aufstellen, mich und mein ganzes Sein infrage stellen.
Sie würden mich erdrücken.

Dieses Loch in mir wurde schon oft geflickt und nun ist es zu groß.
Dieses Loch ist nun irreparabel.
Dieses Loch ist nun alles, was ich noch habe.
Es ist das, was übrig bleibt.
Neben den Scherben meines Seins.
Neben den Scherben meiner Gefühle.
Neben den Scherben meiner Seele.

Die Welt ruft mich.
Die Welt will mich zurück im Leben.
Die Welt fordert aber auch ihren Tribut.
Die Welt will mich erneut herausfordern.
Die Welt hat neue Schmerzen für mich bereit gestellt.

Wie lange kann ich noch stand halten?
Wie lange werde ich das alles noch über mich ergehen lassen müssen?
Wie lange werde ich noch kämpfen müssen?
Wie lange muss ich noch so tun, als ob es mir gut geht?
Wie lange wird es dauern, bis es endlich zu Ende ist?

Ich will nicht warten.
Ich muss aber warten.
Ich wäre sowieso zu feige.
Ich liebe das Leben nicht.
Nein, ich liebe das, was nicht weh tut.

Ich werde mich einfach weiter in diese Ecke kauern.
Ich werde einfach weiter darauf warten, bis es endlich so weit ist.
Ich werde einfach darauf aufpassen, dass diese gut verschlossene Tür nicht mehr aufgebrochen wird.
Mehr kann und werde ich nicht tun.

Verzeih mir Herz.
Verzeih mir Seele.
Wir können noch nicht gehen.
Wir müssen noch etwas warten.
Wir müssen noch sicher stellen, dass es allen gut geht.
Wir müssen zurück stecken.
Wir müssen stark bleiben.
Wir müssen nur aufpassen.

Was sagst du Herz?
Aber nein, diese schrecklichen Schmerzen kommen nicht wieder.
Aber nein, sie werden dir nie wieder etwas tun.

Was sagst du Seele?
Aber nein, du hast Zeit zum heilen.
Aber nein, ich passe darauf auf, dass keiner mehr kommt und dich in Stücke reißt.

Ich verspreche es.

18.03.09 15Uhr

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Gedanken

Dunkel, in der Ecke, in der ich sitze.
Dunkel, das Leben, das ich lebe.
Erhellt von kleinen Lichtstrahlen, die nur schwer zu mir durchdringen.
Hell, alles um mich herum.
Hell, alle Menschen, die ich kenne und liebe.
Lassen mich in ihrem Licht heller wirken, als ich bin.
Sehen nicht die Dunkelheit, die meine Seele mehr und mehr einfängt.

Melancholie in meinen Augen.
Leicht zu sehen, doch schwer zu verstehen.

Egoismus, der an mir nagt.
Probleme, die doch keine sind.
Selbst erschaffen.
Nach Mitleid rufend.
Vielleicht auch nach Hilfe.
Hilfe, wo es nichts zu helfen gibt.

In Selbstmitleid versinkend.
Ohne Grund.
Ohne Anstoß.
Nur hoffend, dass es jemand merkt und mich in die Arme schließt.
Kein Glück anderen vergönnt und doch wünsche ich mir nichts mehr.

Kein guter Mensch.
Nur der klägliche Versuch einer zu sein.
Haltet von mir, was ihr wollt, doch denkt nicht, ich sei ein guter Mensch.
Es wär eine Lüge, die ich selbst erfand.
Niemand wird je verstehen, warum.
Nicht einmal ich.
Zu verstrickt ist alles schon.
Zu undurchsichtig die Gründe.
Zu lange her.
Zu sehr ist die Vergangenheit schon verblasst.

Erschreckend, die Wahrheit.
Selbst für mich.
Doch die Zeit ist reif die Karten auf den Tisch zu legen.
Endlich dazu zu stehen.
Ich bin nicht mehr, als ein Individuum, das unfähig ist, an andere zu denken.

Nun,
macht daraus, was ihr wollt.
Vielleicht erkennt ihr nun mein wahres Ich.

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Sinn...?!

Die Musik hämmert laut, doch es ist nur ein leises Klopfen, das bei mir ankommt.
Ich bin voller Energie.
Möchte Laufen, doch ich kann nicht.
Ich weiss, dass ich nicht die Luft dafür habe.
Egal, ob ich es versuchen würde oder nicht, die Gewissheit würde bleiben, dass ich nicht weit komme.
Doch ist es nicht immer so im Leben?
Entweder du hast die Luft für den Marathon des Lebens oder nicht.
Egal, wie lange und wie weit du läufst.
Es ist wie ein Laufband.
Es kommt dir so weit vor und du so schnell, aber in Wirklichkeit trittst du auf der Stelle.
Die Hürden, die kommen, werden dir zugeworfen von belustigten Zuschauern deines Lebens.
Schaffst du auch noch so viele der Hindernisse, eine wird kommen und dich um Kilometer zurück werfen.
Also steig ab, von dem Laufband.
Leg dich ins kühle Wasser eines klaren Gebirgsbaches.
Lass dich treiben vom Weg des Lebens.
Denn sei gewiss.
Auch dieser Bach wird irgendwann ein Ende haben, an dem auch du ankommst.
Egal, wie sehr du versucht gegen den Strom zu schwimmen.
Schwimme nicht wie die anderen Fische im Strom, aber schwimme MIT dem Strom.
Denn egal, ob dein Leben ein Laufband oder ein Gebirgsbach ist, das Vorausbestimme wird trotzdem auch dich erreichen.


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Warum?

Wie konnte das alles passieren?
Alles zerbricht vor meinen Augen.
Zerrinnt, wie Sand in meinen Händen.
Sicher, man hat es kommen sehen, aber doch erfasst einen die Wucht der Ereignisse und der schlechten Nachricht, wie ein Tornado, der sich genau über einem auftut.

Warum konnte ich es nicht verhindern?
Man steht, wie in einem Glaskasten, ganz nahe am Geschehen, doch kann nicht eingreifen.
Nichts tun, damit es besser wird.
Man möchte schreien, doch es kommt kein Ton aus der Kehle.
Man bleibt stumm und niemand hört mein Klagen und Flehen, auf ein gutes Ende.



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Die Tränen, die du nicht siehst...


Du siehst mich an, doch siehst mich nicht wirklich.
Du siehst, wie ich bin, doch kannst nicht erkennen, was mein Herz dir sagt.
Du siehst nicht, wie ich innerlich weine.
Du siehst meine geschundene Seele nicht, die nach Heilung von dir schreit.
Warum kannst du nicht sehen, wie ich leide ohne dich?
Warum kannst du nicht hinter meine Fassade sehen?
Warum kannst du nicht erkennen, wie klar doch das Offensichtliche ist?
Warum kannst du die Zeichen nicht sehen?
Hast du jemals versucht mich zu verstehen?
Hast du jemals daran gedacht, wie ich wirklich fühle?
Hast du jemals so für jemanden empfunden, wie ich für dich?
Hast du jemals gedacht, dass du jemanden lieben kannst, der für dich unerreichbar ist?
Versuch doch mich wirklich anzusehen.
Versuch doch zu sehen, was mein Herz dir sagt.
Versuch doch zu sehen, wie sehr ich dich brauche.
Versuch doch einfach deine Gefühle zu erkennen.
Ich weiss, dass sie da sind.
Durch dich habe ich lieben gelernt, doch ich will es nicht mehr verlernen.
Bitte zeig mir, was wirkliche Liebe ist.
Ohne dich ist mir egal, was mit mir passiert.
Ohne dich werde ich immer auf der dunklen Seite gefangen sein.


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Einsam


Ich gehe durch die Straßen.
Es ist dunkel und kalt.
Der Himmel weint.
Regentropfen durchtränkt meine Kleider.
Doch die Dunkelheit, Kälte und der Regen stören mich nicht.
Ich spüre es kaum.
Denn in meiner Seele und meinem Herzen sieht es genauso aus.

Alles gleicht sich an. Der Sturm um mich herum.
Der Sturm in mir selbst. Alles ein Wüten.
Ich kann die Sonne scheinen lassen, wenn es sein muss,
denn niemand sieht in mich hinein. Jeder denkt, der Sturm sei vorbei
oder es hätte nie einen gebeben.

Es ist, wie ein Glas, das in der Stille eines großen Raumes zerbricht.
Jeder sieht es. Jeder hört es, doch greift jemand ein?
Nein. Zu groß ist die Angst, wer der Erste ist. Alle Augen wären dann auf diesen Menschen gerichtet.
Also was tun? Zusehen, wie der, der das Glas zerbrochen hat, die Scherben selbst wegräumt?
Ja, das ist wohl das Beste. Ob sich dieser Mensch schneidet ist doch egal. Solang man sich nicht selbst schneidet.